Historiettes Blog-Facetten

oben - Quelle: Anzeige in SURdeutsche Ausgabe über mich

So

04

Sep

2016

Mein deutsches Post-Spar-Gen

Gerade ist mein neuestes Buch ANDALUSIEN IST ANDERS, - Werk Nr. 11 übrigens!-  erschienen, hat 144 Seiten und wiegt 204 Gramm. So weit so gut. Nun wohne ich ja bekanntlich in Spanien, habe aber etliche Bestellwünsche in Richtung Deutschland, auch Österreich zu erfüllen. Ich weiß aus leidvoller Erfahrung aber, dass Bücher über 100 Gramm aus Spanien in die alte Heimat ein unverschämtes Porto von 6,60 Euro - in Worten: sechs Euro sechzig! - kosten. Ungelogen.

Das neue Buch kostet im Verkaufspreis 8,90 Euro. Und dann noch einmal 6,90 Euro für den Versand? Keinem(r) Leser(in) ist das als Rechnung zuzumuten. Als Geschenk von mir gedacht, die ich auch als Autorin - ich decke das mal offen auf, weil man das eh in der Preiskalkulation bei BoD.de nachprüfen kann, - auch circa 5 Euro (bei bestellten 100 Stück Autorenexemplaren inklusive Transport aus Hamburg) für mein eigenes Buch bezahle, käme das Geschenkbuch also auf insgesamt 11,60 Euro! Den gepolsterten Umschlag in Höhe von 80 Cent noch nicht gerechnet. 

Ich muss ehrlich zugeben: Amazon, man mag von diesem Konzernmoloch halten, was man will, verschickt es versandkostenfrei innerhalb Deutschlands!

 

Bücher von Deutschland nach Spanien- und wieder zurück!

Was macht nun die findige Autorin? Sie nimmt die gerade aus Deutschland angekommen Bücher- also 12 an der Zahl neulich - im Handgepäck zurück nach Deutschland bei der nächsten Reise gen Norden, kauft dort die Umschläge zu leider sogar 1.- Euro und versendet es als Büchersendung zu ebenfalls 1 Euro!! Ein Hoch auf diese Art Kulturförderung in Deutschland! Sogar zwei Bücher für meinen Bruder nebst Sohn, das Patenkind, kosteten denselben Betrag von 1 Euro. Nach Österreich verlangten sie allerdings gleich wieder 3,20 Euro - aber immer noch besser als 6,60 €!

Insgesamt habe ich also bei den 12 Büchern sage und schreibe 65  - in Worten: fünfunddsechzig Euro - an Porto gespart! Das ist nach Adam Riese der Gegenwert von 13 Autorenexemplaren. Tja, da kann ich plötzlich wieder so was von deutsch und sparsam sein.

 

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Fr

10

Jun

2016

Wie viel wert ist (m)eine Widmung?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Longseller- begehrt auch mit Widmung - siehe unten!

Die meisten Schriftsteller-Kolleg(inn)en kennen das ja: Nach einer Lesung wird man dann beim Bücherverkauf um eine Widmung gebeten in den eigenen Büchern. Ich strenge mich dann sehr an, leserlich zu schreiben (obwohl ich -  auch nach Meinung Außenstehender  - eine, pardon, Sauklaue habe (kommt schon von früher her, als ich als Fahrschülerin meine Hausaufgaben im wackelnden Zug schrieb und heute mit der Tipperei vorm PC fast des persönlichen Schreibens entwöhnt bin).

Aber ich nehme das mit den Widmungen ernst und schreibe oft sehr individuelle, fast über die halbe Seite gehende Bemerkungen, nicht nur so allgemeine Allerweltsstichwörter. Obwohl ich selbst darauf achte, wenn ich mir ein Buch von KollgeInnen widmen lasse, dass es auf der ersten Innenseite ist, dann kann man die noch heraus reißen, wenn man das Buch weiter verschenken will. Okay, das ist jetzt eine defätistische Bemerkung - aber ist ein Buch mit Widmung wirklich mehr wert??

Ich weiß es nun genau!

Damit sind wir bei einer aktuellen Begebenheit. Neulich bestellte ein Kunde  bei mir direkt "Mein andalusischer Gärtner" für seine Frau mit Widmung. Nun bot ich ihm an, er könne es direkt aus Deutschland von meinem Bruder beziehen, dann käme an Porto nur ca. 0,85 Cent hinzu, da ja die sogenannte Büchersendung als indirekte speziell deutsche  Buchförderung möglich sei. Dafür aber könne ich es natürlich nicht widmen, da ich ja in Spanien sitze. Würde ich es aber aus Spanien versenden müssen, dann  könne ich es zwar mit meiner Widmung versehen, aber es kostete allein das Porto 6,60 (!) Euro, da man solche Förderungen nicht kenne.

Nun dachte ich, in Deutschland ist ja Geiz immer noch (leider) geil, also bereitete ich schon meinen Bruder auf den Versand vor. Aber nichts da: meine Widmung war ihm das erhöhte Porto von 6,60 Euro wert! Und ich fühlte mich geschmeichelt: Meine Widmung ist also (verrechnet man die Porti gegeneinander) ganze  5,75 Euro wert!!

 

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Di

02

Jun

2015

Über meine Lektorats-"Schützlinge"

Ich schreibe ja nicht nur selbst Bücher, sondern helfe auch sogenannten Seiteneinsteigern, ihre eigenen Bücher, Biografien etc. zu veröffentlichen. Man glaubt gar nicht, wie viele unentdeckte Talente unter uns schlummern und wie viele, besonders ältere Semester, uns wirklich etwas zu sagen haben mit ihren Erlebnissen, Erfahrungen, Erinnerungen.

Mein Service geht dabei über Korrigieren, Lektorieren, ja manchmal umfangreicher Textredaktion hinaus bis zur Cover-Erstellung, Rücken- Klappen- und Pressetextformulierung. Und dann profitieren diese Jung- und oftmals Erstautoren auch von meinen guten Kontakten und ich organisiere ihnen auch Lesungen. Kurz, ich verstehe mich mehr als ihr Buch-Berater, und nicht selten entstehen enge Freundschaften daraus.


Beispiele - Neuheiten


Darunter waren - von links nach rechts nach den unten stehenden Fotos beschrieben:

- ein Kochbuch von Allma Válki-Wollrabe, das sehr anspruchsvoll im Layout wurde mit all den Rezeptdetails. Meine praktische Idee: das Ganze als Ringbuch zu gestalten, dann kann man am Küchentisch viel praktischer umblättern beim Nachkochen!

- Rita Hadler interviewte ich zu ihrem erstem Buch "Mittendrin" seinerzeit für eine Reportage und gab ihr ein paar Tipps, was sie beim nächsten Mal besser machen könnte. Die Folge:  gleich ein Lektoratsauftrag für ihr zweites Buch. Mittlerweile ist ihr drittes bei mir in der Endfassung.

- Wolf Zissler war begeistert von meinem Buch "Mein andalusischer Gärtner" und erzählte von seinem andalusischem Leben. Bis ich sagte: "Schreiben Sie das doch auf" - und es enstand mit meiner Hilfe ein wunderbar zu lesendes Abenteuerbuch.


Übrigens: Alle veröffentlichen wir  - auch unsere e-Books - natürlich bei Books on demand in Norderstedt.


Hier die Autoren zu den Büchern oben, von links nach rechts:

Alma - Rita und ich bei der Vorbesprechung zu einer Lesung, die sie am 11. Juni 2015 um 19.30 in Marbella-Elviria im Restaurant Rubyana beim Club 2000 hält - Wolf Zissler

 

p.s. Wer Interesse an mir als Lektorin hat - einfach persönlich bitte melden unter info@Bioranch.com oder hier unter Kontakt.

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Sa

11

Apr

2015

Ich und Prinz Harry oder: Wider die Selfie-Sucht

Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt als hinterwäldlerisch, unmodern oder zu alt und sowieso als uncool gelte: Ich mag keine Selfies! Ich mag sie bei anderen nicht - oder kennen Sie jemanden, der auf einem Selfie gut aussieht, nicht eher proportional verschoben, nicht richtig ausgeleuchtet, teigig und verzerrt? Und ich selbst werde nie und nimmer ein Selfie von mir machen und dann auch noch ins Netz stellen - pfui Teifi! Und dann noch die Unart mit diesen Selfie-Stecken durch die Gegend zu rennen - ja geht´s noch? Erst ein Smartphone der neuesten Art besitzen und es dann auf eine Krücke stecken, nur um sich selbst vor wichtigem- historischem- auffälligem Hintergrund zu verewigen?

 

Ich und Prinz Harry auf der Gegenseite

 

Ich packe jetzt keine meiner Psychologie-als-Zweitstudienfachkenntnisse aus, um diesen Narzissmus (hic!) zu interpretieren! Da ist schon genug darüber gesagt werden.

Ich halte es da lieber mit Prince Harry, der gab Selfiesüchtigen, nämlich kreischenden australischen Mädels auf diesem Gebiet einen Korb - recht so Harry, in diesem Fall hat er mal meinen Segen! Ich gestehe noch eines: Ich bringe es nicht übers Herz, offiziell etwa auf der Veranstaltungsseite von meinem Residentenkurier auf den Selfie-Wettbewerb meines Ortes hinzuweisen, nachdem man sich auf markanten Plätzen selfiesh ablichten und dieses Produkt dann der Gemeinde einreichen soll. Ach, wie ist da doch wieder eine Werbeagentur einer vermeintlichen Jugendhörigkeit und ihrer Riten hinterher gerannt!

 

p.s. Wenn ich mich unbedingt vor markantem Hintergrund oder mehr noch mit einer netten Gruppe abgelichtet sehen will, dann bitte ich nach Art der Altvorderen immer noch einen netten Vorübergehenden oder den feschen Kellner oder dergleichen, dies in richtiger Entfernung zu tun! Man pflegt dann auch gleich die Kommunikation mit einem sympathischen neuen Menschen, was sonst bei den Selfie-Selfies nicht der Fall und damit diese Fotoart völlig flirtuntauglich ist!

 

 

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So

08

Feb

2015

Mein Fitnessprogramm: shoppen

Jetzt ist ja wieder die Zeit der Diätprogramme, die uns einschlägige Medien um die Ohren hauen (bildlich), verbunden mit allerlei Bewegungs- und Fitnessvorschlägen, bei letzteren zum Teil auf abenteuerlichen Geräten, bei denen man sich erst neue Wehwehchen holen kann oder die besser zu 50 Shades of Grey passen würden!

Ich bin ja schon ein sportlicher Typ, wenns passt, aber man kann sich mich nie vorstellen, mit abgewandelten Skistöcken meine Eindrücke auf matschigen Wegen zu hinterlassen oder überhaupt so ziellos durch die Gegend zu rennen oder joggen, wie es heißen muss. Was meinen Sie wohl, warum ich reiten lernte auf Pferden? Damit dieser bewegliche Untersatz gefälligst geht und rennt und ich oben bequem drauf sitze! (Die Wirklichkeit beim Reiten ist dann allerdings anders, als ich mir vorstellte und doch ganz anstrengend und schweißtreibend!)

 

Bewegung braucht ein Motiv bei mir!

 

Also wenn schon Beine und Füße bewegend, dann doch mit eindeutigem Motiv und einer Zielsetzung: nämlich shoppen gehen, Kleidung und Accessoires erwerben! Ich geh gern in die Stadt, in Einkaufszentren und besonders in Factory Outlets nicht nur bei Frust, nein auch, wenn ich finde, ich müsste mich wieder mal  belohnen, weil mir etwas gelungen ist! Aus Anlässen wie Schlussverkauf, Hochzeitstagen und Empfängen, bei denem man seltsamerwiese plötzlich nichts anzuziehen hat, sowieso.

Um auf obige Diätmassnahmen zurück zu kommen: Warum nicht das Nützliche oder Notwendige mit dem Vergnüglichen verbinden: Beim Shoppen (aber nicht per Internet natürlich, pfui) nimmt man sogar ab wegen der vielen Wege und der komplizierten Anprobier-Verrenkungs-Übungen in den Umkleidekabinen! Man denke nur an lange Rückenreißverschlüsse. Und neulich beendete ich die kalorienkostende Erschöpfungstour ganz vorbildlich mit einem gesunden Mixgetränk an einem dieser neuen IN-Smoothie-Stände!


 

 

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Do

30

Okt

2014

Ich bin kein Halloween-Fan!

Zwei Reiterfreundinnen, die sich auch als (gute) Hexen verstehen - kein Wunder, ist doch die links im Bild am selben Tag im selben Jahr wie ich geboren!

Foto: Rex Hallam

Bin ich eine Hexe?

 

Bei all diesen primitiven Kurz-Tests von Facebook (deren ich mich ob meiner Neugier nicht erwehren kann) kommt bei gewissen einschlägigen Persönlichkeits-Beschreibungen sehr oft "Hexe" für mich heraus. Also dazu stehe ich. Es gibt ja auch gute Hexen und ich kenne mich aus, was geschichtlich die "Weisen Frauen", also gebildeten Kräuterweiblein einst waren!

Keinen Spaß verstehe ich allerdings, wenn bei einem Test "Wie bist Du früher gestorben?"  (eh schon blöd - da müsste ich ja an Wiedergeburt glauben, oder?!) nahezu logisch "Hexenverbrennung" heraus kommt - da kann ich nicht  lachen, denn damit macht man keinen Spaß, mit dem, was Frauen früher angetan wurde und in Teilen der Welt noch oder wieder heute! 

 

Obwohl also Hexe, bin ich kein Halloween-Fan! Da ich als Sprachanwenderin eh schon die überbordenden Anglizismen kritisiere, finde ich diesen irischen USA-Brauch, der zu uns herüber schwappte, nicht mitmachenswert. Rührt vielleicht daher, dass ich auch keine Horrorfilme mag und "Scream", den man doch kennt, mir in den Knochen steckt.

 

Schönere Allerheiligen-Bräuche

 

Da lobe ich mir doch die Sitte in Mexiko, an diesem Tag mit allen Familienmitgliedern fröhliche Essensfeste auf den Gräbern zu veranstalten. Und da ich in Spanien nun lebe, gefällt mir auch der Brauch des "La Castanyada".

Da trifft sich alles in den Kastanienhainen des Nachts vom 31. Oktober auf den 1. November und brät die Esskastanien, die den Höhepunkt ihrer Reife zu dieser Zeit erreicht haben. Dazu gibt es noch süßes Gebäck, und am besten passt dann auch süßer Muskatellerwein dazu. Kann man nur hoffen, dass es nicht zu kalt ist in dieser Nacht oder gar die Regenzeit ihrem Namen alle Ehre macht. Aber ich habe nachgeguckt: Für dieses Jahr kann man in den Bergen Andalusiens für diese Feier mit etwa 14 - 18 Grad des Nachts rechnen. 

 

 

 

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Sa

27

Sep

2014

Das alte Notizbuch ist doch nicht tot!

Eine englische Kollegin brach neulich offiziell in ihrer Kolumne eine Lanze für das Notebook, nein, sie meinte nicht das von Sony, sondern das gute alte Notizbüchlein, gebunden oder in Ringbuchform. Sie sprach mir dabei irgendwie aus dem Herzen, obwohl ich gerade am PC mit zwei(!) Bildschirmen diese  Bemerkungen hier tippe, natürlich einen Laptop, ein Tablet und einen Sonyreader besitze - habe ich was vergessen, ach so, das Smartphone natürlich auch!

Letzte Woche gab es bei einem Discounter so hübsche Notizbüchlein, dass ich nicht widerstehen konnte, und ich kaufte je drei in allen Größen. Nicht nur für mich, nein, auch als Geschenk für mir bekannte Teenies, die sonst nur auf ihren I-Phones smsen und in Facebook veröffentlichen. Aber die stießen spitze Freudenschreie aus, weil sie nun doch irgendwie alle romantisch ein geschriebenes Tagebuch  in Betrieb haben, von ihrem neuen Hundchen ein greifbares Foto- und Erlebnisbuch anlegen wollen.

Das ist halt doch noch etwa anderes als die Herumzeigerei auf den Smartphones mit kleinem Bildschirm.

 

Die Vorteile für mich als Journalistin und Autorin:

 

- So ein Notizbüchlein in Papierform  kriegt nie mittendrin Schwarzblende wegen Batterieausfall;

- ist nicht virusanfällig.

- Man braucht dazu keine Apps oder Programme - nur einen Kugelschreiber.

- Keiner kann einem diese Privatheit und unkontrollierten Notizen stibitzen und weiter verbreiten, keiner kann es hacken - sofern man einem nicht die Handtasche stiehlt oder es liegen läßt im Cafe.

- Dieses immer noch unvergleichlich sinnliche Erlebnis, eine Seite umzublättern und das Blatt unschuldig neu und verheißend sowie auffordernd nach Ideen vor sich zu sehen.

Ich habe auch immer noch fast alle meine Adressen und Telefonnummern komplett in einem Notizbüchlein und nicht im Handy, denn ich erinnere mich noch gut eines Aufschreis einer Freundin, als plötzlich all diese bei ihr in ihrem Handy nicht mehr aufzufinden waren.

 

Fazit:

Ich bin kein Technikfeind, im Gegenteil - aber man kann das eine tun, ohne das andere zu lassen. Und sogar meinem Ingenieursgatten - mit drei (!) Bildschirmen am Arbeitsplatz -   kann man keine größere Freude machen, als ihm einen edlen originellen Füllfederhalter zu schenken!

 

Nozizblock und Kugelschreiber haben für mich als "rasende Reporterin"  beim Interview immer noch ihre Existenzberechtigung parallel zu Smartphone und Tablet!

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Sa

09

Aug

2014

Neues von der Finca - die Ziegeninvasion

Natürlich hatte ich alle Hände voll zu tun, die ungebetenen Mit-Esser zu verscheuchen, wer zückt da schon seine Handykamera? Deshalb hier das Bild erst danach - Ziegen von hinten!-, als sie auf dem Nachbargrund nun den dortigen Pferden zu Nahrungskonkurrenten wurden (was unser Nachbar auch nicht gerne sieht).

 

Wir, und besonders ich, sind doch tierlieb, nicht wahr? Ich lebe hier zusammen mit zwei Pferden, einem Hund + zeitweise dessen Freund, drei Katzen, manchmal vier, 200 mehr oder weniger ungewollten Fröschen, ein paar schönen schillernden aber ungefährlichen Schlangen und in Symbiose mit umgelenkten Ameisenstraßen. Von den herrlichen Vögeln mit ihrem melodischen Zwitschern ganz zu schweigen!

 

Die Freiheit des Ziegenhütens

 

Und dann sind in unserer Umgebung so liebliche Glöckchenklänge von weidenden Ziegen zu hören - ein wunderbares, irgendwie auch beruhigendes  Landgeräusch, erinnert mich an die Kuhglocken meiner Kindheit mit Ferien auf dem Bauernhof in Tirol. Und Ziegenkäse - gehört zum Speiseplan! Wer schaut nicht gern und vielleicht irgendwie wehmütig einem Schäfer mit seiner Ziegenherde und mindestens zwei perfekt erzogenen Hütehunden hier in Andalusien hinterher? Unser Gärtner gestand mir einmal (ja, der berühmte Miguel aus dem Buch!), dass er am liebsten Schäfer geworden wäre mit all dieser Freiheit und dem Leben in der Natur, ohne all diese familiären und sonstigen Verpflichtungen.

 

Der Speiseplan der Ziegen

 

Alles schön und gut. Wie war das mit dem Speiseplan? Also dem der Ziegen? Vorgestern hörte ich, im Büro vor dem PC sitzend bei offener Türe, in meinem Rücken dieses melodische Ziegenglockengeläute irgendwie sehr nahe, näher als sonst. Ich drehte  mich um und sah sechs bis sieben dieser Huftiere in meinem Gemüsegärtchen fressen! Den Rest, den sie nicht mochten, wie Tomatenplanzen etwa, niedertrampelnd. Ich fuhr herum und hoch und verscheuchte sie mit Gebrüll und Geklatsche und konnte so schnell gar nicht gucken, wie die in die (Ziegen)Knie gingen, sich auf den Bauch legten und unter unserem Zaun durchrutschten, der unser Grundstück von dem des Nachbarn trennt.  Der Ziegenhirt grüßte freundlich mit erhobener Hand von weitem.

 

Die Schadensbegehung erbrachte  auch, dass das Surinamkirschen-Bäumchen von Sabine aus dem Algarve  bis auf die Hälfte plötzlich dezimiert war, die tiefer hängenden Zweige des großen Algarrobo-Baumes ratzekatz leer waren - einschließlich der Blätter: Die Tiere müssen in meinem Rücken schon einige Zeit tätig gewesen sein!

 

Also nichts gegen Ziegen - aber nicht auf meinem Grund und Boden und bitte nur in romantischer Entfernung! Und das nächste Mal komme ich mit dem Wasserschlauch!

 

 

 

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Mi

30

Jul

2014

In den Fängen der Bürokratie

Ich lebe, wohne, arbeite und zahle meine Steuern seit 20.12.2000 (!) in Spanien. Jeder weiß das - die Einwohnermeldeämter, vor allem die Finanzämter, Banken, Verwandte,  Freunde, Bekannte und Facebook, Google, NSA, mein Verlag und - habe ich jemanden vergessen? Ach ja: Nur anscheinend nicht ARD und ZDF und deren "Beitragsservice".  (Nur kleine Anmerkung: was ist daran eigentlich Service??)

Nun ja, durch Zufall geriet ich an einen Packen von Schreiben an unsere 14,5 (!) Jahre alte Adresse dieses besagten "Beitragsservices" an uns, bei dem wir um eine erkleckliche  Nachzahlung zu diesem  "Service" gebeten wurden.

 

Datenschutz?

 

Ich greife bei sowas ja sofort zum Telefon und werde, das gebe ich offen zu, gerne ätzend! Ob ich denn mit meinem Handy, das gar keinen Internetzugang hat, verfolgt werde von dieser "GEZ". Die Dame  verbat sich schon mal "GEZ" beschimpft zu werden und wollte, dass ich diese Aussage zurücknahm. Bei der Gelegenheit erfuhr ich, dass irgendwie alle unsere früheren Wohnsitze per Einwohnermeldeämter abgeglichen wurden (Hurra Datenschutz!?). Aber leider hat man ihr oder dem "Beitragsservice" wohl alte Datensätze angedreht, denn es gibt eine offizielle Abmeldebestätigung vom letzten Einwohnermeldeamt vom 20.12.-2000, das alle kennen, Banken, Finanzämter, NSA, Google(?) etc. nur nicht der "Beitragsservice"!

 

Heiliger Sankt Bürokratius

 

Will man nun aber wie angeraten, das vorgedruckte Formular per Internet ausfüllen, so ist dabei "Abmeldung" und Abwanderung aus Deutschland gar nicht vorgesehen! Man kann nur Adressen ummelden zum göttlich wunderbaren, deutschen Fernsehprogramm, das ich irgendwie aber rein gar nicht vermisse hier in Spanien - obwohl das Programm hier auch nicht besser ist.

Nochmals Anruf, wie ich denn individuell beim "Beitragsservice" das inzwischen eingescannte Abmeldeformular per E-mail senden könne. Ging sogar. Erhielt im Moment eine Allerweltsantwort, dass sie es nun bearbeiten...

Ich sammle doch kuriose Tage - wann wird eigentlich der des Hl. Bürokratius gefeiert?

 

 

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Di

03

Jun

2014

Liebster Award - Blog-Fragen

Ich kann es kaum glauben und fühle mich geehrt: Vera Carius oder  vielmehr Ihr Teddy Zottel, der sich so seine Gedanken macht über Alltägliches, Kurioses, Bäriges, Menschliches, hat mich neben zwei weiteren Facebookfreundinnen für den "Liebsten Award" ausgewählt. Danke Zottel oder besser: Vera!!

s. Zettel bloggt

Dafür muss ich nun folgende Fragen beantworten:

 

1. Wie kamst du auf die Idee für dein Blog?

Ganz einfach: diese Möglichkeit war einfach mit vorgegeben bei dieser Autorenhomepage, einer Aktion von BoD, meinem Publisher. Und da dieses Unterkapitel nunmal vorgesehen war, reihte auch ich mich in die Blogger ein!

 

2. Worüber schreibst du in deinem Blog am liebsten?

Da ändert sich nach Lust und Laune, im Moment am liebsten über Umstände des Schreibens wie in den letzten Beiträgen.

 

3. Gibt es Themen, die dir besonders am Herzen liegen und über die du unbedingt schreiben musst?
Alles, worüber ich mich aktuell auf- und errege und zur Zeit eben siehe oben. Dann auch noch über Geschehnisse auf meiner Finca.
 
4. Bist du ausschließlich BloggerIn oder schreibst du auch sonst, ist es vielleicht sogar dein Beruf?
Ich bin nur ein Einmal-im Monat-Blogger, aber ich lebe vom Schreiben, hauptsächlich als Journalistin.

5. Wofür bist du deinen Eltern (oder den Menschen, die dich erzogen haben) besonders dankbar?
Für eine wunderbare Kindheit, eine Erziehung zur Freiheit und zum Selbstbewusstsein (letzteres v.a. durch meine Mutter)  und der Mahnung meines Vaters, die ich nicht vergessen werde: "Kind, wenn alle zum Fenster hinaus springen, springst du dann auch?"
 
 
6. Was war dein Traumberuf als Kind?
Zuerst Lehrerin, was ich mit meinen Puppen spielte, aber vom 13. Lebensjahr an  immer schon "Journalistin".

7. Was war dein Lieblingsfach in der Schule und was hast du gar nicht gemocht?
Lieblingsfächer: Deutsch und Geschichte und bäh: Mathematik und Chemie.

8. Nehmen wir mal an, Geld spielt keine Rolle, wohin würdest du sofort reisen?
Argentinien

9. Wann bist du am kreativsten?
Zwischen 10 ( nach 3 Tassen Capuccino) und 13 Uhr und dann wieder ab 17.00  bis 23 Uhr - hat sich so eingespielt.

10. Was machst du in deiner Freizeit am liebsten?
Mit meinen Pferden beschäftigen - Schach spielen, wenn ein würdiger Gegner vorhanden!

11. Was liest du, wenn du entspannen möchtest?
Ich lese grundsätzlich 3 bis 4 Bücher nebeneinander: zur Zeit vor allem Bücher über die spanische Geschichte des Bürgerkrieges oder der Folgen der Reconquista - hin und wieder einen Krimi oder spannende Piratenerzählungen - Biografien.
 

Ich selbst gebe den "Liebsten Award" an folgende Blogger weiter:

 

1.  An Frederik Weitz und seinen Blog über "Rhetorik und Literatur", bei dem ich viel lernen kann, da er die Wissenschaft aufrecht erhält!

frederikweitz.blogspot.de

 

2. An Helmi Schäfer und sein Tagebuch aus der Hauptstadt Berlin, die mir sonst in jeder Beziehung sehr fern ist - circa 2.700 Kilometer! Aber seine Erzählungen schaffen doch eine interessante Verbindung dorthin.

Helmis Welt

 

3. Und an Petra Schmidt und ihre Lektorat-Tipps, die ich in letzter Zeit - obwohl sonst überhaupt keine große Blogleserin, da ich viel schreibe und wenig zum Lesen komme! - immer öfter anklicke.

http://ps-lektorat-koeln.blogspot.de/

 

An sie stelle ich die folgenden 11 Fragen:

 

1. Wieso bist Du unter die Blogger gegangen?

2. Worüber schreibst Du in Deinem Blog am liebsten?

3. Wer sind Deine Leser des Blogs beziehungsweise: welche Zielgruppe hast Du vor Augen?

4. Erhältst oder provozierst  Du Kommentare und wenn ja, welcher Art meistens?

5. Verträgst Du Kritik? Wie gehst Du damit um?

6. Bist Du zufrieden mit der Resonanz auf deinen Blog?

7. Eigentlich bloggt doch fast schon jeder: Glaubst Du, dass Blogs noch Zukunft haben?

8. Willst Du Geld verdienen mit deinem Blog oder: lohnt er sich für Dich?

9. Was sind für Dich die Todsünden bei einem Blog?

10. Was ist Humor für Dich?

11. Welches sind deine unmittelbar nächsten Pläne, Werke, Themen?

 

 

So gebt ihr den "Liebster Award" weiter:
1. Verlinkt die Person, die euch nominiert hat? In diesem Fall mit: http://historiette.jimdo.com/blog
2. Beantwortet meine elf Fragen.
3. Wählt Blogs aus und nominiert diese.
4. Teilt den Bloggern mit, dass ihr sie nominiert habt.
5. Denkt euch elf Fragen aus, die ihr den Blogs stellt, die ihr nominiert habt. Viel Freude dabei!

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Mi

14

Mai

2014

Muss ich die Pointe erklären?

oder: Wenn Künstler sich selbst interpretieren sollen

 

Neulich, bei einer Vernissage, bat die Bürgermeisterin und Laudatorin nach ihrer Begrüßungsrede die Künstlerin, doch ein paar Worte selbst zu ihren Bildern zu sagen.  Nachdem diese sich artig und gerührt für die lobenden Worte bedankt hatte, wehrte sie dieses Ansinnen ab und erklärte, die Bilder müssten für sich selbst sprechen und eigenen Empfindungen der Besucher beim Betrachten überlassen sein.  Das wars dann von ihrere Seite.

 

Sympathisches Nein-sagen

Wie überaus sympathisch! Endlich hat eine Künstlerin das Selbstbewusstsein, nicht mit vielleicht unbeholfenen Worten ihre Kunst zu interpretieren! Die soll ja im Auge des Betrachters liegen. Und sie ist nun mal bildende Künstlerin und keine Schriftstellerin.

Apropos Schriftsteller: Umgehauen hat mich wirklich mal die Frage eines meiner Chefs, als er eine von mir veröffentlichte zweideutige Glosse in Cosmopolitan in die Hände bekam und die Pointe von mir erklärt haben wollte. Da ist mir wirklich nichts mehr eingefallen. Hatte ich es so schlecht hinbekommen oder war er so prüde?

So oder ähnlich geht es nämlich auch Autoren, wenn sie selbst gebeten werden, das, was sie niederschrieben, mit anderen Worten auch noch zu erklären. Das wird oft peinlich. Ich selbst lehne das kategorisch ab: Wenn ich es anders erklären sollte, dann hätte ich es gleich in dieser Variation schreiben können, oder?

 

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Sa

05

Apr

2014

Warum ich keinen Roman schreibe

Auf meinen Lesungen taucht hin und wieder die Frage auf: "Wann gibt es denn einen Roman von Ihnen? Oder einen Krimi?" 

Ganz ehrlich: Das wird es nicht geben! Schon mal gar keinen Krimi. Ich bewundere besonders Autoren des letzteren Genres, die so perfekt logisch, ja pedantisch vorgehen müssen bei der Lösung ihres Falles. Und das trifft auch auf einen Roman zu, bei dem man ja verzwickte Handlungsstränge miteinander mit viel Disziplin verbinden muss.

Das kostet Geduld und die habe ich nicht, gebe ich offen zu.

 

Hinzu kommt, dass man sich bei solch umfangreichen Büchern doch sehr zurückziehen muss in sein Kämmerlein, Schreiben ist - bis auf wenige Ausnahmen, die ihr Tablet auch ins Cafe mitnehmen können - eine einsame Tätigkeit. Aber dafür bin ich ein viel zu kommunikativer Mensch, der sich nicht zurückziehen möchte aus dem prallen Leben mit Freunden, Erlebnissen und Veranstaltungen aller Art.

Ich bin mit Leib und Seele Journalistin, komme vom Schreiben unleugbar daher. Deshalb sei auch der für mich typische Satz der großen Schweizer Journalistenkollegin Margrit Sprecher zitiert, die zugab, bei  einem  Buchprojekt gelitten zu haben, denn sie definierte so treffend: "Wir Journalisten sind die Autoren der kurzen Form".

 

P.s.1)  Das hat auch Vorteile bei Lesungen, wie ich vergleichen konnte: Ich finde es schwierig, wenn etwa Romanautoren Teile ihres Buches lesen, den Schluss aber, besonders bei Krimis natürlich, nicht verraten dürfen. Ich habe Kurzgeschichten mit Aufhänger, Höhepunkten und der Schlußpointe, bei dem dann auch die Zuhörer wissen: Jetzt kann geklatscht werden! Sie gehen befriedigt nach Hause, denn sie kommen gut mit bei den Handlungen, die in sich abgeschlossen sind.

 

P.s.2) Man soll allerdings nie "nie" sagen!

 

 

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Do

30

Jan

2014

Skype- fassen Sie sich ja nicht kurz!

Ich schicke erst einmal voraus: Ich bin kein Medienhasser! Ich bin zwar auch kein Neue-Medien- oder Computer- etc. -Freak, doch ich bin begeisterte Anwenderin und Nutzer fast aller neuen Techniken, aber ich bin auch nicht unkritisch gewissen Erfindungen und Gepflogenheiten auf dem Gebiet gegenüber.

Und jetzt oute ich mich: Ich hasse Skype! Mehr oder weniger. Ich muss dazu etwas ausholen (sic!).

Ich erinnere mich noch gut an eine uralte Werbetafel in Telefonzellen (gab´s mal im vergangenen 20. Jahrhundert, so alt bin ich schon!) mit der Aufschrift: "Fasse Dich kurz!" Erinnert sich da noch mancher daran?

Aber heutzutage heißt es: "Hast Du Skype?". Und natürlich hat man auch dies. Hatten wir ziemlich bald schon. Nominell zwar mit 1 MB, aber in Wirklichkeit mit  nur 300 kb/Sekunde.

 

Fern-Autoren-Lesung mit Skype?

Natascha Michnow an der Costa BLanca, die rührige Organisatorin von Veranstaltungen für deutsche Kultur- und Literaturfreunde dort, hatte seinerzeit die Idee, ich könnte doch Stories von mir per Skype und Webcam zu ihr live in die Veranstaltung einspielen, ohne selbst viele Kilometer mit Kosten dahin zu reisen. Taten wir auch zweimal - aber dann nie wieder, weil dieses Skype mich mitten im Text rauswarf - Schwarzblende in der Leitung. Wie frustrierend: Die Leute an der Costa Blanca bekamen ausgerechnet die Pointen meiner  humorvollen Anekdoten und Schilderungen nicht mit.

 

Skypisten, die Zeitstehler

Okay, heutzutage wäre das kein Problem mehr. Aber heute regt mich etwas anderes auf: Leute, die sonst so managermäßig und geschäftig tun, haben plötzlich unendlich und ausufernd Zeit, mir meine selbige per Skype zu stehlen! Da wird ausgeholt mit Worten und manches dreimal hintereinander erklärt, während ich schon unruhig auf meinem Bürostuhl hin und her wetze, dass ich mir manchmal die alten Skype-Unterbrechungen zurück wünsche.

Und das alles nur, weil es nichts kostet (an Geld)! Der Auswuchs einer Gesellschaft, der 7 lange Jahre (ich habe mitgezählt!) eingetrichtert wurde: "Geiz ist geil". Umkehrschluss: Wenn etwas  also nichts kostet, dann nutzen wir das weidlich aus.

Ich gebe es nun ehrlich zu als Selbstverteidigung: Ich lade zwar mein Skype hoch, aber ich lösche das grüne Feld mit "online" und teile dies nur ausgewählten Leuten mit. Oder ich verlange, mir gefälligst ein E-Mail zu schreiben: Das kann ich dann herunterladen und lesen und beantworten, wann ich will, muss mich nicht durch ein Getute zur unmöglichen Zeit stören lassen. Und herrlich: Beim E-Mail fassen sich die (meisten) Leute wieder kurz!

 

 

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Mi

27

Nov

2013

Nicht mein Tag

Vorsicht - Kaffeetasse! -  beim Gestikulieren
Vorsicht - Kaffeetasse! - beim Gestikulieren

Also es gibt so Tage! Damit meine ich jene, an denen man lieber im Bett geblieben wäre, und dann wäre einem vielleicht noch das Bild darüber auf den Kopf gefallen!

Der Reihe nach: Eine Kollegin hatte sich angesagt für ein berufliches Treffen in unserem schicken Büro (auch gesund geheizt im Gegensatz zu vielen anderen an der Costa del Sol)! Ich wollte ihr einen Capuccino anbieten,  bin aber aus der Übung, 

a), weil ich meinen Mann, den Ingenieur ausbildungsgemäß sowieso für den Umgang mit allen Maschinen  bei uns als verantwortlich erkläre

b) es im Moment zwei Maschinen für die Herstellung von Capuccinos braucht, das heißt, auf der einen funktioniert das Schäumen der Milch, aber aufgrund verstopfter Düsen läuft kein Kaffee durch, dafür auf der anderen, ein Überbleibsel aus alten Zeiten.

Ich versuche mich also daran, wundere mich aber nach 10 Minuten, warum bei der zweiten Maschine kein Kaffee kommt. Ratschlag des Gastes: Vielleicht Wasser einfüllen? Das war es.

Die Verknüpfung der Technik

Mein Man hatte mir ja schon vor Verlassen des Hauses eine schöne Tasse Capuccino gebraut, die war inzwischen allerdings kalt geworden. Ich stellte sie in die Mikrowelle, damit die aber funktioniert, musste ich sehr zum großen Erstaunen der Kollegin auch dazu den Fernseher einschalten, da die an derselben Phase oder so ähnlich hängen. Mich wunderte es ja schon lange nicht mehr, umso mehr die Gästin, bei der es zu Lachsalven führte.

Ich wollte unser Image wieder herstellen, indem ich aber prahlte, dass wir dafür am PC die Pferde inihren Ställen beobachten können - sofern sie nicht gerade, wie den Tag über, auf der Weide sind.

 

Aller Dinge (guten entfällt in dem Fall!) sind drei: Ich packe meine Weste vom Küchenstuhl, um mit der Freundin nun zum Büro rüberzugehen - war zu viel Schwung und ich erwischte die halbvolle Weinflasche vom Abend davor auf der Anrichte daneben. Nun hieß es, erst mal Scherben und Rotweinbäche aufzuwischen.

Aber dann konnten wir tatsächlich mit unserer Sitzung beginnen!

 

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Di

29

Okt

2013

München leuchtet - Impressionen

Ich habe nachgerechnet: etwa acht Jahre lang war ich nicht mehr in Münchens Inenstadt, nur immer draußen auf dem Flughafen, von dem aus es sofort immer weiter ging zu Muttern in den Landkreis Altötting. Nun war Gelegenheit zum Staunen als Begleitung meines Azubiprojekts (unten ausführlich beschrieben). Ich erkenne fast nichts mehr wieder, München ist bonzig geworden, wimmelt von Touristen und Glaspalästen und, pardon wird anderen Megastädten ähnlich.

 

Spaziergang mit Billie

 

Wäre da nicht einerseits  ein Samstagnachmittagspaziergang mit meiner Freundin Billi gewesen, die ich lange nicht gesehen hatte, die mit mir einen Innenstadtrundgang unternahm, vom Viktualienmarkt bis zum Odeonsplatz. Und andererseits die Kultfabrik hinterm gar nicht mehr so glasscherbenviertelichen Ostbahnhofstadtteil auf dem ehemaligen Pfannigelände, das mich erleichtert aufatmen ließ, dass es doch noch  lässiges und nicht angepasstes Künstler- und Bürgertum gäbe, aber lassen wir Fotos sprechen: 

Die so genannte Kultfabrik, in der auch die Bildungagentur untergebracht ist, mein deutscher Partner für unser gemeinsames Unternehmen "The Job of my life" zugunsten spanischer Jugendlicher.

Gestaltet vom Sprayer-Weltmeister
In der Bildungsagentur
HHerbststimmung im Hofgarten
HHerbststimmung im Hofgarten
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Mo

07

Okt

2013

Bücher wegwerfen?

Wenn die Bücherwand überquillt
Wenn die Bücherwand überquillt

Ein früherer Arbeitskollege erzählte mal, dass er in der Metro von New York beobachtete, wie jemand ein Taschenbuch las und immer,  wenn er fertig war mit einem Blatt, dies heraus riss und in den Abfalleimer warf. Ungelogen! Kann man sich so etwas vorstellen? Diese Amerikaner! Also mir blutet das Herz allein bei der Schilderung. Das käme für mich gleich nach dem Bücherverbrennen.

Zur beginnenden Buchmesse aber fällt mir das wieder ein, wenn Zigtausende von Neuerscheinungen den Markt überschwemmen. Die Frage stellt sich mir nämlich schon:  Was tun mit "alten" Büchern? Also nicht den antiquarisch wertvollen Erstausgaben aus dem 18. Jahrhundert oder so, sondern mit den vielen ausgelesenen, die nicht gerade vom Anspruch her die Bibliothek bereichern, die man aus Langeweile am Flughafen erstand, die vielen Rezensionsexemplare, die ihren Dienst taten und die man zum Teil auch nicht gerade als aufhebenswert empfindet? Klar, bald wird uns der E-Book-Run dieser Sorge entheben, da gibt es dann die Löschtaste.

Aber als großbürgerliche Buchliebhaberin verfüge ich schon noch über eine erkleckliche Bibliothek. Macht ja auch das Heim gemütlich.

 

Noch 36 Bücherkartons im Container

Obwohl bei mir seit geschlagenen 12(!) Jahren noch in einem Container 36 nicht ausgepackte Kartons mit Büchern nach dem Umzug nach Andalusien ihrer würdigen Aufbewahrung harren. Warum haben wir auch so viele Fensterpanoramaflächen und keine nackten Wände. Göttergatte, Ingenieur: "Wenn Du die Bücher bis jetzt nicht gebraucht hast, dann brauchst sie doch gar nicht mehr, dann können die doch weg, die kosten doch nur unnötig Platz!"

Ich empört: "Die lese ich alle schon noch wieder, wenn ich erst pensioniert bin!" Habe ich doch damals  die Umzugsleute gegen Aufpreis extra damit traktiert, dass sie meine bibliothekarisch nach Sachgebieten und darin wiederum alphabetisch geordneten Bücher ja in der richtigen Reihenfolge einpackten!

 

Bücher-Secondhandling

Als man  im Kulturbereich zu meinem Schmerz so viele Öffentliche Bibliotheken mit Rotstift einfach von der Bildfläche verschwinden ließ, kam man wenigstens auf die Idee, so Büchertürme und -schränke in Parks aufzustellen, aus denen sich Leser etwas für ihre Bildung und Unterhaltung ausleihen können. Was gut angenommen wird. Könnte ich doch bei uns am Strand einführen. Aber der knirschende Sand dann zwischen den Seiten - bäh!

 

Vielleicht probiere ich doch mal so ein Internetportal aus, das gebrauchte Bücher aufkaufen will. Aber allein das Porto aus Spanien ruiniert einen.

 

Inzwischen behelfe ich mich mit einem Waschkorb, den ich an unserem Büroausgang platzierte und jeder Besucher kann sich bedienen. (Bilde ich jetzt nicht ab, sonst erkennt sich der eine oder andere Autor darin und schickt mir keine Rezensionsexemplare mehr!!). Und, hurra, es funktioniert: Der Korb wird immer ganz schön geleert und ich kann ihn weiter bestücken...

Fazit: Irgendwem macht man doch immer eine Freude mit einem "alten" Buch!

 

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Mo

15

Jul

2013

Unser Restauranttag

In unserem Lieblilgnsrestaurant "La Verandah" mit Freunden am runden Tisch - an der Bar - Kochteam

Ich koche ja gerne, am liebsten italienisch mit spanischen Zutaten. Aber immer freitags gehen mein Mann und ich auswärts essen. Das ist so Brauch geworden bei uns. Zur Belohnung nach einer Arbeitswoche.  Wir haben da so unsere Lieblingsrestaurants:

  • "La Verandah" in Torreguadiaro - das allerbeste mit einem begnadeten Koch, der eine Mischung aus galicischer und südfranzösischer Küche beherrscht. Dort gibt es eine üppige Tapaskarte, die es uns angetan hat, weil man dann so viel durchprobieren und so schön draußen sitzen kann. Dorthin laden wir auch gerne Gäste ein, damit sie spanische Küche vom feinsten kennen lernen. Wobei dann schon mal passiert, dass so eine Gästin doch glatt diesen Koch nach Marbella abwerben wollte! Was die sich einbilden! Das gelang ihr zum Glück nicht, denn das Restaurant liegt kurz vor dem Nobelort Sotogrande und ist regelmäßiger Treff der Polospieler und ihrer Betreuer, also immer gut besucht.
  • Nicht weit davon, in Sotogrande, gibt es das "Midas" direkt am Yachthafen mit herrlichem Ausblick über die bonzigen Schiffe, die Mole bis zum Felsen von Gibraltar und bis zur afrikanischen Küste. In der Hochsaison meiden wir es allerdings, dann sind zu viele Engländer da, pardon, und das wirkt sich leider auf die Speisen aus.
  • Gehe ich auf den Freitags-Wochenmarkt in unserem Dorf Sabinillas, dann lege ich den Einklaufs-Rundgang so geschickt, dass er zufällig mit dem Markt um 14.00 Uhr zur spanischen Essenszeit endet. Dannach erfolgt Anruf bei meinem Mann, dass er zum argentinischen Restaurant "La Casita" an der Strandpromenade in zweiter Reihe  kommen solle. Ein Tipp der dortigen deutschen Gemeinde, vor allem von Jutta undd Gerd, die als Hamburger wissen, wo man guten Fisch und Meeresfrüchte günstig essen kann!
  • Fast zu unserer "Kantine" ist das Restaurant "La Bella Vista" am neuen modernen Campingplatz von Manilva geworden mit einer argentinischen Köchin. Da dürfen wir ein Drei-Gänge-Menü auch mal teilen, was der Linie sehr bekommt! Das ist auch nur zwei Kilometer von unserer Finca entfernt. Und so muss ich unter uns zugeben: Da gehen wir doch auch schon montags hin, denn meist ist irgendwie übers Wochenende der Kühlschrank leer gegessen, und da montags beruflich ein verrückter Tag ist mit vielen Anrufen vormittags und meinem Redaktionsschluss, war dann keine Zeit zum Einkaufen gewesen.

Und dann kommt mir auch immer wieder das Schild in der Küche meiner Nachbarin  in Osnabrück seinerzeit in den Sinn, auf dem stand:

"Wenn Gott wollte, dass ich koche, warum hat er dann die vielen guten Restaurants geschaffen?"

 

 

 

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Mi

12

Jun

2013

Das Unwort des Jahrhunderts: "die Reichen und die Schönen"

Jedes Jahr werden die „Wörter des  Jahres“ und das „Unwort des Jahres“ gewählt. Ich habe zu letzterem gleich einen Vorschlage für mindestens die letzten Jahrzehnte: Die Floskel von den „Reichen und Schönen“.


Iigittigittigitt und aua: Es ist nicht totzukriegen, irgendein/e Moderator/in greift dazu, manchmal stellt er/sie es auch kreativ um zu „die Schönen und die Reichen“- aber ich kriege einen Schreikrampf bei diesem bis zum Erbrechen überstrapazierten Klischee von halbgebildeten Moderatoren und Abitur-Abbrechern in sogenannten Promi-Sendungen. Es ist einfach nicht auszurotten! Und was habe ich mir darunter vorzustellen? Gibt es entweder nur Reiche auf der einen und Schöne auf der anderen Seite. Also schon wieder so ein verstecktes Sexismus-Ding?  Gibt es also keine reichen Schönen oder schönen Reichen?

 

Aber darum geht es gar nicht! Sieht man genauer hin, dann handelt es sich bei den Vorgeführten meist auch nur um Möchtegern-Wohlhabende, um Hochstapler, oft aber „Kurz-vor-oder-nach-dem-Konkurs-Stehende“ , eitle Hochgekommene mit oft dubiosen Geschäften, Adabeis und auf jeden Fall künstliche, operierte „Schöne“. Da werden oft falsche Erwartungen geschürt!
Wie wäre es, wenn jeder, der dieses Un-Wort des Jahrzehnts gebraucht, 10 Euro in ein Sparschwein gäbe: Das ergäbe mindestens jährlich einen Erlös von fünfstelligen Summen, das traue ich mich zu prognostizieren!

Wie lautet eigentlich Ihr Un-Wort und Brechreiz-Klischee des Jahrzehnts?

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Fr

03

Mai

2013

Märkte, Märkte, Märkte

Nein, ich meine jetzt nicht die Finanzmärkte, die unser Leben so dominieren. Ich meine die vielen malerischen Wochenmärkte, Bauernmärkte, Flohmärkte rauf und runter. 

 

Ich gestehe es, ich bin eine Marktsüchtige: Wo nur ein Markt ist oder ich zufällig einen sehe - da muss ich hin! Unser Freitagsmarkt von Sabinillas mutiert außerdem zum wöchentlichen Treffpunkt mit drei Freundinnen, mit anschließendem Drink an der Bar. Doch zuvor muss ich mir einen Buschen wilden, grünen Spargel vom Bauern aus dem Nachbardorf mitnehmen, einen Sack mit fünf Kilo Saftorangen dazu, den eigenen Honig eines Fincabesitzers aus Alhaurin und das Olivenöl vom Bioanbieter. Dazu ein Schwätzchen, wie es seinem Sohn gehe und meinen Pferden. Dann gibt es noch etwas ältere Mohrrüben kostenlos für letztere.

 

So ein Bummel über die Märkte gehört auch unbedingt zum Urlaub im Ausland, was den Flair, den Unterhaltungswert und die ergiebigen Fischzüge angeht. Da lassen sich für fünf Euro elegante bis kitschige Fächer als immer beliebtes Souvenir erwerben, Modeschmuck für die Freundin als Mitbrinsel für drei Euro und für den oft maulenden Gatten (den man eigentlich wie bei jedem Shopping lieber an der nächsten Bar abstellen sollte) einen marokkanischen Ledergürtel.

Und klar, unter uns: Finger weg von chinesischen Marken-Fakes!

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Sa

13

Apr

2013

Urlaub ist Abwesenheit von Alltag

Wir haben es ja wunderschön auf unerer Finca "El Ranchito" an der Costa del Sol, leben, wo "andere Urlaub machen, um dieses Klischee zu benutzen, doch nach etwa zwei Jahren gönnten wir uns endlich wieder mal  einen Kurzurlaub: drei wundervolle Tage in Portugal! Das sind für uns ja nur 4 1/2 Stunden Auto-Entfernung.

Wenn man Tiere zu versorgen hat wie wir, dann ist das Wegfahren immer problematisch, doch dieses Mal hatten wir das große Glück, dass Freundin Ana mit ihrer pferdenarrischen Tochter Laura aus unserem Ort dies vorbildlich übernahmen. Dennoch trauten wir uns nicht mehr als diese halbe Woche Abwesenheit von der Finca, denn Hündin Samba war so traurig, hockte immer vor der Haustür und starrte diese an (wurde uns berichtet).

 

Wozu Facebook doch gut sein kann

Schon einige Zeit vorher hatten wir uns mit einer Facebook-Freundin und Auch-Pagewizz-Autorin ausgetauscht, merkten, dass wir ähnliche Lebensentwürfe und -verhältnisse hatten: Beide mit zwei alten Pferden lebend, mit Hunden, Katzen, auf dem Land. Und so buchten wir ein Ferienzimmer auf ihrer "Quinta da Fortuna" in Moncarapacho.

 

Zwei Ingenieure

Dann stellte sich auch noch heraus, dass unsere beiden Männer Ingenieure sind, und so fachsimpelten die beiden über Heizung und erneuerbare Energien, und Sabine und ich übers Buchveröffentlichen. Ich hatte ihr meine Bücherkollektion mitgebracht, und sie veröffentlichte Tiergeschichten bereits in zwei Anthologien.

Wobei man Sabine Kranich, gelernte Psychologin, bewundern muss: Sie versorgt nicht nur die Pferde, wobei eines ein echtes veterinärisches Sorgenkind ist, füttert die Hühner, kümmert sich um etliche Hunde und 11 Katzen, sondern nimmt auch noch Tiere in Pflege, arbeitet bei einem Jugendhilfeprojekt mit problematischen Jugendlichen, vermietet die Ferienappartements...

 

Farmerfrühstück und Fachsimpeleien

Herrliche ausgedehnte Farmerfrühstücke und lange Abende bei gutem spanischen Rotwein ergaben sich mit Sabine und Dietfrid. Letzterer hat übrigens umgesattelt und frönt mit Erfolg seinem "grünen Daumen": Er hat eine Gärtnerei und Baumschule auf dem Gelände aufgebaut.

Das Happyend sozusagen: Die beiden Ingenieursmänner werden auf dem Gebiet der modernen Heiztechnik zusammenarbeiten, womit unsere Firma EQUIDEAS ihre Fühler nach Portugal  ausstrecken wird, ich nahm eine sogenannte Surinamkirschpflanze aus Dietfrids Bestand mit - die einzige Kirschart, die bei uns im Süden auch ordentlich angehen wird  - und wir sind weiter in enger Verbindung!

 

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So

13

Jan

2013

Treue Pferde

Unzertrennlich- auch bei Krankheit: Pinta und Raro

Neues von der Finca:

Heute muss ich mal wieder unbedingt von unseren Pferden erzählen. 

Pinta, die Shetlandstute, muss zur Zeit wegen einer Hufentzündung den Stall hüten, darf also nicht herum laufen. Und das bei unserem schönen Fast-Frühlingswetter mit 20 Grad mittags und saftig grünen Weiden!

 

Nun kommt es aber: Raro, unser "Großer" und ihr Kompagnon, weicht deshalb auch nicht von ihrer Seite! Bleibt entweder auch in seinem Stall neben ihr und sieht immer hinüber zu ihr oder steht, wenn außerhalb, dann im Innenhof mit Futter zu seinen Füßen, wo sie sich über die halboffene Türe hinweg direkt beschnuppern können.

 

Raro, dieses verfressene Pferd, dem, wie ich in meinem Tierbuch längst beschrieben habe, der Freßtrieb sonst über alles geht, ignoriert das frische Gras rundherum und leistet ihr solidarisch Geselllschaft!

Ist das nicht rührend?! Und da fragen noch Wissenschaftler, ob Tiere Gefühle haben? Oft mehr und bessere als Menschen!

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